Deutsche Meisterschaft im Sportkegeln für Menschen mit Behinderung 2026 in Augsburg

Vom 17. bis 19. Juli 2026 war Augsburg Austragungsort der 43. Deutschen Meisterschaft im Sportkegeln für Menschen mit Behinderung – Sektion Classic. An drei Wettkampftagen trafen sich die besten Keglerinnen und Kegler Deutschlands, um in spannenden Einzel- und Mannschaftswettbewerben ihre Deutschen Meister zu ermitteln. Insgesamt gingen 162 Sportlerinnen und Sportler an den Start. Gekegelt wurde in acht Wertungsklassen, jeweils getrennt nach Damen und Herren sowie den Altersklassen Junioren, Meister und Senioren.
Besonders stark vertreten war der Landesverband Bayern mit 38 Starterinnen und Startern. Diese setzten sich aus 9 Athleten aus Mittelfranken, 9 aus Unterfranken, 14 aus der Oberpfalz, 4 aus Niederbayern sowie 2 aus Schwaben zusammen und zeigten einmal mehr, dass Bayern bundesweit zu den erfolgreichsten Landesverbänden zählt.
Auch die ISG war mit vier Aktiven vertreten. Dabei standen gleich zwei Titelverteidiger auf den Bahnen, die mit großen Erwartungen in ihre Wettbewerbe gingen.
Ein besonderes Highlight der diesjährigen Meisterschaft war die Austragung eines Mannschaftswettbewerbs für Sportlerinnen und Sportler mit geistiger (mentaler) Behinderung. Insgesamt gingen sieben Mannschaften, bei der drei Teams aus Bayern, an den Start. Diese Premiere der Teams entwickelte sich zu einem großen Erfolg für den Freistaat.
Die Bayernauswahl 1, bestehend aus zwei Sportlern aus Mittelfranken und zwei Athleten aus Niederbayern, zeigte eine beeindruckende Mannschaftsleistung und sicherte sich souverän die Goldmedaille sowie den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters. Doch damit nicht genug: Auch die beiden weiteren bayerischen Teams überzeugten und belegten die Plätze fünf und sechs. Dieses Ergebnis unterstreicht eindrucksvoll die hervorragende Nachwuchs- und Verbandsarbeit in Bayern sowie den großen Teamgeist innerhalb der Mannschaften.
Aus mittelfränkischer Sicht sorgte vor allem Jamie Sacher für einen sportlichen Höhepunkt. In der Wertungsklasse 4 Herren Junioren (WK 4 HJ) ließ er der Konkurrenz keine Chance und verteidigte seinen Deutschen Meistertitel eindrucksvoll. Mit konstant starken Leistungen und großer Nervenstärke bewies er erneut, warum er derzeit zu den besten Athleten seiner Klasse in Deutschland zählt. Die erfolgreiche Titelverteidigung ist der verdiente Lohn für das intensive Training und seinen großen Einsatz.
Weniger glücklich verlief die Meisterschaft für Uwe Dlugos, der als Titelverteidiger in der Wertungsklasse 8 Herren Senioren (WK 8 HS) antrat. Trotz großem Kampfgeist konnte er in diesem Jahr nicht an seinen Erfolg aus dem Vorjahr anknüpfen und musste sich der Konkurrenz geschlagen geben. Dennoch gab es aus bayerischer Sicht Grund zur Freude, denn auch in dieser Wertungsklasse blieb der Deutsche Meistertitel in Bayern.
Die Deutsche Meisterschaft in Augsburg zeigte einmal mehr, welchen hohen Stellenwert der Sport für Menschen mit Behinderung besitzt. Neben den sportlichen Leistungen standen vor allem Fairness, Gemeinschaft und gegenseitiger Respekt im Mittelpunkt. Die vielen engagierten Helferinnen und Helfer sowie die ausgezeichneten Wettkampfbedingungen sorgten für ein rundum gelungenes Meisterschaftswochenende.
Für den Bayerischen Landesverband fällt das Fazit äußerst positiv aus. Mit zahlreichen starken Platzierungen, dem Mannschaftstitel der Bayernauswahl sowie der erfolgreichen Titelverteidigung von Jamie Sacher konnten die bayerischen Athletinnen und Athleten eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie auch auf nationaler Ebene zur Spitze gehören. Augsburg war damit nicht nur Austragungsort einer hochklassigen Deutschen Meisterschaft, sondern auch Schauplatz vieler emotionaler Momente, sportlicher Höchstleistungen und eines starken Miteinanders – ganz im Sinne des inklusiven Sports.





